Dämmung > Verlegebeispiel Dachbodendämmung

Verlegebeispiel Dachbodendämmelement

Vor der Verarbeitung beachten Sie bitte:

Holzwerkstoffe können sich durch die Temperatur- und Feuchtigkeitseinflüsse verändern. Daher sind vor der Verarbeitung die kaschierten Dämmplatten über mehrere Tage zur Anpassung an das Raumklima nässegeschützt an ihrem Einbauort zu lagern und vor mechanischer Beschädigung zu schützen. Das Raumklima sollte über 15°C liegen.

1. Vorbereitung

Die tragende Konstruktion sollte drei Kriterien erfüllen: Sie sollte tragfähig, eben und sauber sein. Gröbere Unebenheiten sollten vor der Verlegung ausgeglichen werden. 

2. Verlegen der PE-Folie

Für eine tauwasserfreie Konstruktion wird eine Dampfsperre z. B. 0,2 mm starke Polyethylenfolie auf der Holzbalkendecke empfohlen. Es ist auf stark überlappende (mind. 30 cm) oder verklebte Stöße zu achten. An der Seitenwand ist die Folie bis über die Höhe des fertigen Fußbodens hochzuziehen.

3. Montage des Randstreifens

Randstreifen aus Polyethylen mit aufkaschierten Folienstreifen sind umlaufend an den aufgehenden Bauteilen (Wänden, Türzargen, Stützen, Rohrleitungen und sonstigen Durchdringungen) zur Entkoppelung von vertikal angrenzenden Bauteilen zu verlegen.

4. Verlegen der ersten Dämmplatte

Die Federn der an die Wand anschließenden Elemente sind vor der Verlegung zu entfernen. Die Nut der Elemente soll in den Raum zeigen. Zur Vermeidung von Knarrgeräuschen ist der Platz für eine Dehnfuge von ca. 15 mm zwischen Wand und Dämmplatten (Randstreifen) zu berücksichtigen. Die Dämmplatten werden vollflächig, schwimmend im Verband mit versetzten Stößen auf den jeweiligen Untergrund verlegt.

5. Verlegen der weiteren Dämmplatten

Die ganze Nutunterwange und Federoberseite von der Spanplatte ist mit einem wasserfesten Holzleim zu bestreichen. Anschließend sind beide Elemente dicht anliegend miteinander zu verbinden. An den Stößen wird austretender Leim entfernt. Bei schwimmender Verlegung darf keine mechanische Befestigung mit Schrauben und Nägeln vorgenommen werden. Kleberverbrauch: ca. 100 g/Platte, Verarbeitungstemperatur vom Kleber (siehe Gebrauchsanweisung): 15-20 °C

6. Abschluss

Nach dem Verlegen jeder Reihe bzw. der Gesamtfläche und vor Erhärten des Leims sind die Elemente gegen die Wände zu verkeilen, um einen optimalen Verbund zu gewährleisten und um Knarrgeräuschen vorzubeugen. Die Keile sind nach angemessener Trockenzeit des Leims zu entfernen.

7. Bewegungsfugen – Voraussetzung für ein ideales Ergebnis

Für ein optimales Arbeitsergebnis sind aufgrund des Ausdehnungsverhaltens von Spanplatten Bewegungsfugen zu berücksichtigen. Im Bereich der vertikalen Angrenzungen wie Mauerwerk, Kamine oder Treppenhaus ist ein Abstand von 2,5 mm pro Meter Raumlänge – mindestens jedoch 15 mm – einzuhalten. Dieser Raum darf nur mit weichen, diffusionsoffenen Dämmstoffen ausgefüllt werden. Sollte die größte Ausdehnung des Raumes über 20 Meter sein, so muss zusätzlich etwa in der Raummitte – im Bereich der geringsten Breite, z. B. des Treppenhauses – eine Dehnungsfuge vorgesehen werden. Für jede weiteren 10 m Raumlänge ist eine weitere Dehnungsfuge auszuführen. Die Dehnungsfuge sollte ca. 15 bis 20 mm breit sein.

 

Änderungen u. Irrtümer vorbehalten. Abbildungen ggf. ähnlich. Bei Fragen, Unklarheiten oder scheinbar falschen bzw. fehlenden Informationen sprechen Sie bitte Ihren Fachberater an.